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5 vermeidbare Fehler beim Brauprozess – Wir helfen zum perfekt selbstgebrauten Bier

Wenn Du diesen Beitrag liest, dann hast Du Dich dazu entschieden, zum ersten Mal Bier zu brauen oder Du hast den ersten Versuch womöglich schon gestartet – eine gute Entscheidung! Bei den ersten Brauvorgängen kann es sein, dass Dein Bier vielleicht noch nicht so ist, wie Du es gerne hättest. Wir verraten Dir, auf was Du bei den ersten Brauversuchen achten solltest, welche Probleme auftreten können und wie Du typische Fehler vermeidest.

Fehler beim Bierbrauen – Ursache und Lösung

Auch beim Bierbrauen gilt: aus Fehlern lernst Du! Es lohnt sich, bei jedem Bierbrauprozess mit den Inhaltsstoffen zu experimentieren um herauszufinden, wie sich eine Zutat auf den Geschmack auswirkt. Typische Probleme, die während dem Herstellungsprozess oder beim Verkosten auftreten, haben wir Dir hier zusammengestellt.

1. Dein Bier schmeckt sauer

Während bei einigen wenigen Bierstilen wie Lambic oder Berliner Weiße die Säure beabsichtigt ist, ist ein saurer Geschmack ansonsten unerwünscht. Die Hauptursache für ein saures Bier ist, dass die Glasflaschen vor der Befüllung nicht richtig sterilisiert wurden. In diesem Fall lagern sich Keime oder Bakterien in der Flasche ab und es bildet sich Milch- oder Essigsäure. Mit unseren Desinfektionsmitteln und Flaschenspülern wird Dir die gründliche Desinfektion leicht fallen.

Der Hopfen im Bier dient nicht nur als Geschmacksträger, sondern auch als natürlicher Konservierungsstoff. Stark gehopftes Bier ist in der Regel länger haltbar und weniger angriffsfällig für Keime und Bakterien. Auf Biere wie Weizen, deren Rezeptur nur wenig Hopfen verlangt, sollte am Anfang der Hobbybraukarriere nach Möglichkeit verzichtet werden.

2. Dein Bier schmeckt zu bitter

Bitterstoffe kommen über den Hopfen in Dein Bier. Es ist zu unterscheiden zwischen Bitter- und Aromahopfen. Bitterhopfen hat, wie sein Name bereits andeutet, mehr Bitterstoffe. Gemessen werden die Bitterstoffe mit dem α-Gehalt. Aromahopfen wird weniger wegen seiner Bitterstoffe, sondern eher wegen seiner zusätzlichen Geschmackskomponenten dem Sud hinzugefügt. Bitterhopfen wird meist am Anfang des Kochprozesses hinzugefügt; Aromahopfen stets nach einer bestimmten Kochdauer bzw. 5-10 Minuten vor dem Ende.

Lässt Du Dein Bier mit Bitterhopfen entgegen der empfohlenen Vorgaben zu lange kochen, wirst Du eine starke Bitternote feststellen. Zudem solltest Du vor der Hopfenbeigabe die optimale Menge für Deinen Bierstil berechnen, um nicht zu viele Bitterstoffe im Bier zu haben.

3. Zu wenig oder zu viel Schaum im Bier

Die bei der Gärung entstehende Kohlensäure ist, neben dem Eiweiß aus dem Getreide, maßgeblich verantwortlich für die Schaumkrone. Bildet sich beim Einschenken von Deinem Bier trotz richtiger Lagerung keine Schaumkrone, so kann es sich um einen Fehler bei der Gärung oder Hygiene handeln.

Hast Du dem Bier nicht ausreichend Zeit für die Flaschengärung gegeben, so konnte sich nicht genügend Kohlensäure bilden. Werfe deshalb einen Blick auf unsere Brauanleitungen, um die Mindestruhzeit einzuhalten. Wenn es bei Deinem Bierstil gewünscht ist, kann eine höhere Hopfen- oder Malzmenge zur Stabilität vom Schaum beitragen. Durch eine Nachwürzung mit Zucker oder Trockenmalz kannst Du die Schaummenge zusätzlich dosieren.

Die Grundvoraussetzung für die Bildung von Schaumbläschen ist ein fettfreies Gefäß. Achte deshalb bei der Flaschenabfüllung und beim Einschenken ins Glas darauf, dass Du das Glasbehältnis nicht innen berührst. Selbst bei sauberen Händen können Fingerabdrücke für minimale Fettablagerungen sorgen. Außerdem sollten die Flaschen mit ausreichend Flaschendruck verschlossen werden, damit es zur Kohlensäurebildung kommt.

4. Zu wenig Kohlensäure im Bier

Die Kohlensäure trägt dazu bei, dass Dein Bier als frisch und vitalisierend wahrgenommen wird. Biere mit wenig Kohlensäure schmecken hingegen häufig abgestanden. Damit dies nicht passiert, solltest Du die Haupt- und Flaschengärung weder zu früh noch zu spät abbrechen. Läuft die Hauptgärung im Gärbehälter zum Beispiel zu lange ab, dann reicht die Flaschengärung des abgefüllten Bieres nicht aus, um ausreichend Kohlensäure zu bilden. Vor der Flaschengärung kannst Du Dein Bier zusätzlich mit Trockenmalz oder Zucker nachwürzen, um die Karbonisierung zusätzlich zu fördern.

5. Bier gärt nicht

Verantwortlich für den Gärungsprozess ist die Hefe. Entfaltet die Hefe seine Wirkung nicht, dann ist die Temperatur des Raumes, in dem sich das Braugefäß befindet, womöglich zu niedrig. Bei obergärigen Hefen sollte die Temperatur Deines Suds ca. 16-20°C betragen.

Außerdem solltest Du das Mindesthaltbarkeitsdatum der Trockenhefe beachten, da die Hefekulturen bei zu langer Lagerung absterben. Bedenke, dass sich während der Hauptgärung nicht immer eine dicke Schaumschicht im Braugefäß bildet. Solange Du wahrnimmst, dass Kohlensäure in Form von Bläschen an die Oberfläche aufsteigt, befindet sich der Sud in der Gärung.

Wir klären weitere Fragen zu Fehlern beim Bierbrauen

Jetzt kann es losgehen mit dem Bierbrauen! Stöbere in unseren Bierbrausets für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis und braue Dein eigenes, wohlschmeckendes Bier. Hier erfährst Du mehr dazu, wie Du mit einem Bierbrauset Bier selber brauen kannst. Wir hoffen, Dir dabei geholfen zu haben, dass Dir dein Bier besser gelingt. Für weitere Fragen zum Thema Bierbrauen solltest Du einen Blick auf unsere 21 Fragen werfen oder kontaktiere uns einfach. Wir helfen Dir gerne. 

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