Pilsner Bier – Der Klassiker unter den Biersorten

Das Pilsner Bier steht so gut wie immer auf der Karte, im Supermarkt und im heimischen Kühlschrank. Selbst wenn Du selbst andere Sorten bevorzugst, hast Du bestimmt einige Flaschen für Gäste auf Vorrat. Denn Pils schmeckt jedem und ist immer passend. Und wenn ihr es gemeinsam trinkt, kommst Du bestimmt auch schnell (wieder) auf den Geschmack. Wo das Pils herkommt, wie es gebraut wird und was es so besonders beliebt macht, erfährst Du in unserem Beitrag.

Die Geschichte des Pilsner Bieres

Das Pilsner Bier zählt zu den beliebtesten Bieren in Deutschland. Einigen Statistiken zufolge ist es sogar das beliebteste Bier in Deutschland. Da liegt die Annahme nahe, dass es auch in Deutschland erfunden wurde. Fast. Denn es wurde nicht in Deutschland, sondern in Tschechien erfunden. Allerdings von einem Bayern.
Das Pils stammt, wie der Name schon erahnen lässt aus Böhmen. Die Stadt Plzeň nahm ihr Bierschicksal Mitte des 19. Jahrhunderts selbst in die Hand, nachdem das vorhandene Bierangebot den meisten Stadtbewohnern nicht geschmeckt hat. Der junge bayrische Braumeister Joseph Groll wurde extra in die neu errichtete Brauerei geholt, um das Pilsner Bier neu zu entwickeln.
Er hatte Erfolg, der bis heute anhält. Die Pilsner Urquell-Brauerei ist eine der weltweit berühmtesten Brauereien. Sie exportiert in die ganze Welt und das Bier ist so gut wie überall erhältlich.
Pils gibt es von aus so gut wie jeder Brauerei und jede braut ihre eigene Variante. Das ursprüngliche Pils aus Böhmen ist jedoch seit 1889 durch eine Schutzmarke geschützt. Unter ihr wurde das Bier so erfolgreich, dass schon 1913 das erste Mal über eine Million Hektoliter gebraut und verkauft wurden. Heute erreicht die Traditionsbrauerei diesen Meilenstein immer wieder.

Pilsner Bier selbst brauen – So wird’s gemacht

Zunächst einmal ist ein Pils ein hellgoldenes Vollbier mit einer Stammwürze von etwa elf bis zwölf Prozent. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,8 Prozent. Es wird untergärig gebraut und reift bei niedriger Temperatur. Ein Pils kommt mit einer starken Hopfennote daher und trifft deshalb eher den herben Geschmack. Traditionell wird in der Pilsner Urquell-Brauerei nur hochwertiger Hopfen, vorrangig Saazer Hopfen verwendet. Bei der Gerste greifen die böhmischen Braumeister zu Gerste aus dem Gebiet Haná. Das ausführliche Rezept für Dein eigenes Pils findest Du in unserer Rezeptsammlung. Hier folgt die Kurzfassung:

Zutaten:
4 kg - 4,5 kg Pilsner Malz
ca. 40 - 50 g Hopfenpellets, Rohhopfen ca. 10 % mehr (ca. 8 % Alphasäuregehalt)
Hauptguss: 16 Liter Wasser
Nachguss: 14 Liter Wasser
Untergärige Bierhefe
Flüssighefe 50 ml oder
Trockenhefe 12 g (je nach Sorte)

Hopfenzugabe:
2/3 zu Beginn des Kochens zugeben
1/3 10 - 15 min vor Kochende zugeben

Maische-Schema:

  • Einmaischen: ca. 20 min bei 50 °C
  • Eiweißrast: 15 min bei 55 °C
  • Maltoserast: 40 min bei 64 °C
  • Verzuckerungsrast: 20 min bei 72 °C
  • Verzuckerungsrast: 20 min bei 78 °C
  • Mit 14 Liter Nachguss abläutern und filtern
  • Würze auf ca. 20 °C abkühlen

Stammwürzegehalt: ca. 12 %
Reifezeit: 6 Wochen

All time favorite – Warum Pils so beliebt ist

Zum richtigen Genusserlebnis eines Pils gehört eines ganz besonders: Die Schaumkrone. Fans des Pils heben den feinporigen und cremigen Schaum immer wieder hervor und wissen ein gut gezapftes Bier mit einer schönen Blume sehr zu schätzen. Übrigens braucht ein gutes Pils nicht mehr die sprichwörtlichen sieben Minuten. Mit modernen Hähnen kann der Druck heute besser reguliert werden als zu Zeiten dieser Faustregel. So kann die Entwicklung des Schaumes ebenfalls besser kontrolliert werden und das Pils kommt frisch und kalt zum Servieren.
Gekühlt schmeckt es gleich noch besser. Kein Wunder also, dass Pils-Fans nicht müde werden zu erwähnen, dass das hellgoldene Bier am besten schmeckt, wenn es so schnell wie möglich gezapft wird.

Das Geheimnis des Pils ist wohl der Geschmack, der Charakter hat, aber doch nicht polarisiert. Die herbe Frische passt zum Sommer als auch im Winter. Es ist nicht zu herb, um eher liebliche Gemüter zu verprellen und auch nicht zu wenig herb, um Freunde eines kräftigen Bieres nicht zu verlieren. Würde man alle Bierstile zusammenwerfen, würde womöglich ein Pils herauskommen. Es ist der Querschnitt des Biergeschmackes und wahrscheinlich auch deshalb immer die passende Wahl.

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