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Reisbier brauen – Bier mit uralter Tradition

Lasse alte Traditionen neu aufleben und versuche Dich mal ein einem Reisbier! Reis im Bier? Ja genau, denn nicht nur Gerste oder Weizen lassen sich zu Bier vergären, auch Resi ist dazu geeignet. Hierzulande war und ist Reisbier eher exotisch. Es stammt aus Ländern, deren Ernährung auf Reis basiert: aus Asien. Eine bestimmte Sorte ist jedoch auch in westlichen Ländern sehr bekannt: Saké. Das japanische Gärgetränk auf Reisbasis wird oft als Reiswein bezeichnet. Der Name Reisbier ist jedoch ebenso passend.

Traditionell und lecker: Reisbier

Reisbier braut man in Asien schon seit mindestens 7000 v.Chr.. Prähistorische Gräber verrieten Archäologen, dass in dieser Zeit bereits Malz und Getreide zu Gärgetränken verarbeitet wurde. Die Spuren von Reisbier gehen bis auf die Alten Ägypter zurück. In den hinduistichen Schriften der Veda werden alkoholische Getränke auf Reisbasis erwähnt. Die vedischen Priester nutzen für ihre Rituale gern Sura, ein Bier auf Reisbasis.
Dass sich Reisbier in Asien ausbreitete ist nicht verwunderlich, denn Reis ist dort seit je her der wichtigste Stärkelieferant. So basieren indigene Getränke aus Afrika auf Hirse (zum Beispiel Pombe), aus Südamerika auf Mais (zum Beispiel Corona) und aus Europa auf Gerste und Weizen.

Wie aus Reis Alkohol entsteht

Reis besitzt viel Stärke, die mit Enzymen in Zucker umgewandelt werden kann. Es ist also schnell klar, dass Zucker aus Reis zu Alkohol vergoren werden kann. Bei Reis geschieht die Umwandlung jedoch nicht durch korneigene Enzyme, sondern mithilfe von Enzymen, die auf Spezialschimmelpilzen wachsen. Diese Enzyme helfen auch bei der Gärung, sodass Hefe und Schimmelpilze gleichermaßen daran beteiligt sind.

So braust Du Dein eigenes Reisbier

Du musst keinen Schimmelpilz in Dein Bier mischen, um selbst Reisbier zu brauen. Mische stattdessen die Traditionen und versuche ein Bier aus Gerstenmalz und Reis. Es ist leicht, spritzig und kommt mit kräftiger Farbe, aber mildem Geschmack und deutlichem Hopfenaroma. Bringe frischen, asiatischen Wind in Deine Heimbrauerei mit dieser besonderen Biersorte.

Du brauchst für 20 Liter Reisbier:

Vorbereitung: Koche den Reis bissfest vor und zerkleinere ihn grob.

So kannst Du Dein eigenes Reisbier brauen: Zuerst löst Du den Zucker aus Malz und Reis. Du startest mit dem Einmaischen: Bringe 13 Liter Wasser auf 54 °C und gib die gesamte Schüttung ins Wasser. Rühre dabei mit einem Löffel oder Maischepaddel gut um. Damit verhinderst Du Klumpen oder Anbrennen. Jetzt können die Enzyme arbeiten. Der Zucker löst sich aus dem Malz. Im nächsten Schritt aktivierst Du weitere Enzyme. Dafür lässt Du die Temperatur fallen und hältst sie 30 Minuten lang auf 52 °C. Die nächste Rast dauert bei 62 °C 60 Minuten. Leite dann eine weitere Rast ein, um den restlichen Zucker herauszulösen. Sie dauert 10 Minuten bei 72 °C. Die letzte Rast liegt bei 78 °C und dauert 15 Minuten. Füge nun weitere 12 Liter Wasser hinzu. Nach diesem Nachguss filterst und läuterst Du die Würze.

Es folgt die Hopfenzugabe. Füge 23 g Hopfen zur Würze hinzu und bringe sie zum Kochen. Die letzten Malzenzyme werden nun zerstört und das Bier wird haltbar. Bildet sich Schaum, schöpfe ihn vorsichtig ab. Koche die Würze insgesamt 110 Minuten. 20 Minuten vor dem Ende der Kochzeit fügst Du 34 g Hopfen hinzu. Lasse die Würze anschließend 20 Minuten ruhen und filtere den Hopfen aus der Würze. Nun kommt die Hefe zum Einsatz. Gib sie nach der Vorbereitung laut Herstellerangaben in die abgekühlte Würze. Jetzt ist Ruhe für die Würze angesagt. Lasse Dein Bier 12 Tage unberührt. Es gärt in dieser Zeit. Die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol um. Beachte bei der Lagerungstemperatur die Angaben des Hefeherstellers. Bei untergäriger Hefe liegt die Gärtemperatur zwischen 8 und 18 °C. Ist die Gärung abgeschlossen, kannst Du probieren, um eine Idee zu bekommen, wie Dein Bockbier nach der Reife schmecken wird. Fülle Dein Bier in Flaschen ab und würze bei Bedarf mit 6 g Zucker pro Flasche nach. Verschließe die Flaschen. Lass Dein Reisbier nun 6 Wochen reifen.

Braurezept Reisbier – Die Kurzfassung

Hopfenzugabe

  • Würze 110 Minuten lang wallend kochen
  • 23 g Saaz, 3,9 % alpha-Säure, 110 min
  • 34 g Saaz, 3,9 % alpha-Säure, 20 min

Maische-Schema

Einmaischen: bei 54 °C
Eiweißrast: 30 min bei 52 °C
Maltoserast: 60 min bei 62 °C
1.Verzuckerungsrast: 10 min bei 72 °C
2. Verzuckerungsrast: 15 min bei 78 °C

Die Würze nun mit 12 Litern Nachguss abläutern und filtern.
Würze auf ca. 20 °C abkühlen.

Hefe

Die Hefe wird nach dem Abkühlen der Würze zugegeben.
Je nach Angaben des Herstellers anwenden. Achte vor allem auf die richtige Würzetemperatur.

Hauptgärung

Die Hauptgärung sollte bei 12 Tagen liegen. Beachte die Gärtemperaturen.
Untergärig: 8 - 18 °C

Nachwürzen und Abfüllen

6 g Zucker je Flasche.
Stammwürzegehalt: ca. 11 %
Reifezeit: 6 Wochen

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