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Weizenbier – Wissenswertes auf einen Blick

Zunächst einmal: Wusstest Du, dass es keinen Unterschied zwischen Weizenbier und Weißbier gibt? Es sind nur verschiedene Namen für dasselbe Bier. Das war Dir noch nicht bekannt? Dann wird es aber Zeit, dass Du die ein oder anderen Fakten über Weizenbier erfährst, denn diese Biersorte wird immer beliebter. Falls Du es nicht schon ausprobiert hast, wird es Dich früher oder später in den Fingern jucken, auch mal selbst ein Weizenbier zu brauen. Da ist es doch gar nicht schlecht, auch etwas über den Hintergrund dieser Biersorte zu wissen, oder? Wir haben hier einige Fakten für Dich zusammengetragen.

Weizenbier: Eine bewegte Geschichte

Weizenbier oder Weißbier ist heute wohl der Inbegriff des bayrischen Bieres. Wer von bayrischem Bier spricht, meint meist das helle Weizen. Doch das war nicht immer so, denn Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Weißbier in Bayern verboten. Offiziell wurde das Verbot zum Schutz des Volkes erlassen, um die Trinkerei einzudämmen. Der tatsächliche Grund war viel ernster, denn der Weizen wurde knapp und sollte zur Nahrungserstellung statt zum Bierbrauen verwendet werden.
Die Bayern wollten jedoch nicht auf ihr Weizenbier verzichten, weshalb die bayrischen Herrscher eine Sondererlaubnis vergaben: Das Geschlecht der Degenberger durfte weiterhin Weizenbier brauen. Die Degenberger versorgten das bayrische Volk bis ins 17. Jahrhundert mit Weißbier. Als die Familienlinie ausstarb, fiel das Braurecht an die bayrischen Herrscher, die Wittelsbacher, zurück. Diese brauten das beliebte Bier im heutigen Hofbräuhaus und peppten die Kasse des bayrischen Staates aus den Einnahmen des Bierausschanks auf.
Im 18. Jahrhundert erlebte das Weißbier schließlich eine Flaute. Seine Beliebtheit ging zurück und das Brauprivileg warf keine nennenswerten Einnahmen mehr ab. Die Weizenknappheit war längst Geschichte, also gaben die Wittelsbacher ihr Privileg auf. Seitdem darf wieder jeder Bierbrauer sein Weizenbier herstellen.
Lange Zeit blieb das Weißbier unbeliebt. Auf dem Oktoberfest im 19. Jahrhundert waren das Märzen und das Lager auf dem Vormarsch. Doch nun erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem im Sommer schätzt der Bierliebhaber das prickelnde Geschmackserlebnis.

Das Weizenbier ist nicht wie jedes andere Bier

Wie es sich für ein bayrisches Bier gehört, entspricht das Weizenbier dem Reinheitsgebot. Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. Mehr gehört nicht in ein reines Bier und das Weißbier macht da keine Ausnahme. Häufig sind unfiltrierte Weizenbiere in den Gläsern zu sehen, denn diese Sorte bietet sich als naturtrübes Bier hervorragend an. Was dieses Bier besonders macht? Es ist das Malz. Der Malzanteil besteht zu mindestens 50 Prozent aus Weizenmalz. Der Rest kann aus allen möglichen Malzsorten bestehen. Häufig wird Pilsner Malz verwendet, doch auch dunkles Malz kommt zum Einsatz. So kann die Farbe variieren. Allen Varianten gemeinsam ist die sparsame Verwendung von Hopfen, um dem Bier eine erfrischende bittere Note zu geben und die fruchtigen Aromen hervorzuheben.

Die Vielfalt des Weizenbieres: Verschiedene Sorten

Das Weizenbier gibt großen Interpretationsspielraum vor, denn je nachdem, welches Malz als Ergänzung zum Weizenmalz verwendet wird und welche Hefe zum Einsatz kommt, desto unterschiedlichere Varianten ergeben sich.

Das Hefeweizen ist die bekannteste Spielart des Weißbieres. Seine bekannte Naturtrübe entsteht durch den Einsatz der Hefe. Das Hefeweizen hat oft einen Beigeschmack von Banane oder Apfel, der gern durch die Zugabe von Bananensaft verstärkt wird und das Hefeweizen zum Bananenweizen macht.

Das Kristallweizen ist die filtrierte Variante des Hefeweizens. Es ist klar und spritzig und einige Bierkenner sagen, die gefilterte Variante entfaltet ihre fruchtigen Aromen besser.

Das Wheat Pale Ale ist die Weißbier-Interpretation der Craftbeer-Bewegung. Die Mischung aus Pale Ale und Weizenbier ist spannend und eine gelungene Variante des bayrischen Traditionsbieres. Die erfrischenden Eigenschaften beider Biere vereinen sich in dieser Variation. Das macht es eigentlich zum perfekten Sommerbier, das jedoch kaum jemand auf dem Schirm hat.

Der Weizenbock ist bernsteinfarben bis rotbraun und ist eine Starkbier-Variante des Weißbieres. Er ist kräftig und vollmundig. Wer Starkbier mag, sollte diese Spielart einmal probieren.

Das dunkle Hefeweizen ist eine Besonderheit. Das dunkle Malz fügt dem Weizenbier eine malzige Karamellnote bei und verstärkt die fruchtigen Aromen. Diese Variante des Weißbieres stellt die besonderen Geschmacksnuancen des Weizenbieres in den Vordergrund.

Dein eigenes Weizenbier: Braue es Dir selbst!

Ein Weizenbier selbst zu brauen ist nicht schwer. Du brauchst eine gut ausgestattete Hobbybrauerei und die passenden Zutaten. Natürlich musst Du auch wissen, wieviel Du brauchst und wann welcher Schritt an der Reihe ist. All das haben wir für Dich in unseren Braurezepten zusammengestellt. Dort findest Du sowohl ein Rezept für Weizenbier als auch ein Rezept für dunkles Weizen. Viel Spaß beim Brauen!

Brauchst Du noch etwas für Dein eigenes Weizenbier? Ob Brauzubehör, Brauanleitungen oder Bierzutaten: Sieh Dich einfach im Shop um! Dort findest Du alles für das Brauen Deines Weißbieres. Hast Du Fragen? Kontaktiere uns gerne!

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