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Bockbier 20 Liter

Das Bockbier ist ein Starkbier. Es ist dunkel und mit einer angenehmen Süße ausgestattet. Die Bezeichnung „Bock“ kommt hat nichts mit dem Ziegenbock zu tun, sondern vielmehr mit der niedersächsischen Stadt Einbeck, aus der diese Brauart stammt.
Hier findest Du alle Infos und Brauschritte, die Dich zu Deinem eigenen Bockbier führen. Du bist erfahrener Hobbybrauer und brauchst keine Schritt-für-Schritt-Anleitung? Dann springe gleich zur Kurzfassung im letzten Abschnitt.

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Braurezept Bockbier: Eine ausführliche Anleitung

Du brauchst:


Zuerst löst Du den Zucker aus dem Malz, denn der Zucker gärt später zu Alkohol. Bringe 16 Liter Wasser auf 72 °C und gib das Malz in den Maischtopf. Rühre dabei mit einem Löffel oder Maischepaddel gut um. Damit verhinderst Du Klumpen oder Anbrennen. Lasse die Temperatur auf 45 °C fallen. Führe wieder Wärme zu, um die Temperatur dort 20 Minuten lang zu halten. Jetzt können die Enzyme des Malzes arbeiten. Jetzt löst sich der Zucker aus dem Malz.

Im nächsten Schritt aktivierst Du weitere Enzyme. Dafür erhöhst Du die Temperatur und hältst sie 15 Minuten lang auf 55 °C. So löst Du das Eiweiß aus dem Malz und die Enzyme bauen es ab. Die darauf folgende Maltoserast dauert bei 64 °C 45 Minuten. Leite dann die erste Verzuckerungsrast ein, um den restlichen Zucker herauszulösen. Sie dauert 20 Minuten bei 72 °C. Die zweite Verzuckerungsrast liegt bei 78 °C und dauert ebenfalls 20 Minuten. Füge nun weitere 16 Liter Wasser hinzu. Nach diesem Nachguss filterst und läuterst Du die Würze. Lasse sie auf 20 °C abkühlen.

Es folgt die Hopfenzugabe. Füge zwei Drittel der Hopfenmenge zur Würze hinzu und bringe sie zum Kochen. Die letzten Malzenzyme werden nun zerstört und das Bier wird haltbar. Je nachdem, wie stark Du das Hopfenaroma wünschst, kochst Du die Würze mit dem Hopfen 60 bis 90 Minuten. 10 bis 15 Minuten vor dem Ende der Kochzeit fügst Du den restlichen Hopfen hinzu. Lasse die Würze anschließend 20 Minuten ruhen und filtere nun den Hopfen aus der Würze.

Nun kommt die Hefe zum Einsatz. Gib sie nach der Vorbereitung laut Herstellerangaben in die abgekühlte Würze.

Jetzt ist Ruhe für die Würze angesagt. Lasse Dein Bier 8 bis 10 Tage unberührt. Es gärt in dieser Zeit. Die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol um. Beachte bei der Lagerungstemperatur die Angaben des Hefeherstellers. Bei untergäriger Hefe liegt die Gärtemperatur zwischen 8 und 18 °C.

Ist die Gärung abgeschlossen, kannst Du probieren, um eine Idee zu bekommen, wie Dein Bier nach der Reife schmecken wird. Fülle Dein Bier in Flaschen ab und würze bei Bedarf mit 150 bis 200 g Trockenmalz oder Malzextrakt nach. Verschließe die Flaschen. Lass Dein Bier nun 7 Wochen reifen.

Braurezept Bockbier – Die Kurzfassung

  • Goldbraun bis dunkelbraunes Bockbier
  • vollmundiges Starkbier
  • 6 kg Pilsner Malz
  • ca. 100 g Hopfenpellets, Rohhopfen ca. 10% mehr (ca. 4% Alphasäuregehalt)
  • Hauptguss: 16 Liter Wasser
  • Nachguss: 16 Liter Wasser
  • Untergärige Flüssighefe 50ml oder
  • Untergärige Trockenhefe 12g (je nach Sorte)


Hopfenzugabe

  • 2/3 zu Beginn des Kochens zugeben
  • 1/3 10 - 15 min vor Kochende zugeben


Maische-Schema

  • Einmaischen: ca. 20 min bei 45 °C
  • Eiweißrast: 15 min bei 55 °C
  • Maltoserast: 45 min bei 64 °C
  • 1. Verzuckerungsrast: 20 min bei 72 °C
  • 2. Verzuckerungsrast: 20 min bei 78 °C


Die Würze nun mit 16 Liter Nachguss abläutern und filtern.
Würze auf ca. 20 °C abkühlen.

Hefe

Die Hefe wird nach dem Abkühlen der Würze zugegeben.
Je nach Angaben des Herstellers anwenden. Achte vor allem auf die richtige Würzetemperatur.

Hauptgärung

Die Hauptgärung sollte zwischen 8 und 10 Tagen liegen. Beachte die Gärtemperaturen.

  • Untergärig: 8 - 18 °C


Nachwürzen und Abfüllen

150 - 200 g Trockenmalz / Malzextrakt für die Flaschengärung.

 

Stammwürzegehalt: ca. 16 %
Reifezeit: 7 Wochen

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